Übergreifende Planungsbegleitung (ÜPB):
Autobahndirektion
Südbayern
Pressemitteilung 18/09 der Autobahndirektion Südbayern
(München, 18.11.2009)
BAB A 8 München – Salzburg
Ausbau der A8 zwischen Rosenheim und Landesgrenze;
2. Sitzung zur übergreifenden Planungsbegleitung
Erste Grundsatzentscheidung zum A8-Ausbau gefallen: sechs Fahrstreifen plus zwei Standspuren
Die Gruppe zur landkreisübergreifenden Begleitung der Planung hat bei der 2. Sitzung am 17. November im Rahmen des offenen Planungsdialogs für den Ausbau der A 8 zwischen Rosenheim und der österreichischen Landesgrenze beschlossen dem Verkehrsministerium nunmehr einen durchgängig sechsstreifigen Fahrbahnquerschnitt vorzuschlagen. Eine entsprechende Empfehlung wird nun an Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer übermittelt.
Bis zuletzt hatten sich Gemeinden und Arbeitsgruppen in den vom Ausbau betroffenen Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein und Rosenheim intensiv über die Frage vier- oder sechsstreifig beschäftigt. Die große Mehrheit stimmte hierbei für einen zukunftsfähigen und den Sicherheitsaspekten gerecht werdenden Ausbau. Grundlage der Beratung mit den drei Landräten Josef Neiderhell, Hermann Steinmassl und Georg Grabner sowie Behördenvertretern waren die eindeutigen Ergebnisse aus den drei Landkreisen. Alle drei Arbeitsgruppen befürworten hierbei nach Abwägung aller Aspekte und Kriterien einen durchgängigen sechsspurigen Ausbau.
Auf Grund der in den bisherigen Gesprächen der einzelnen Arbeitsgruppen vorherrschenden Mehrheit für den 6-spurigen Ausbau, werde dieser nun dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung vorschlagen, so Dr. Wüst (Autobahndirektion Südbayern). Von einer endgültigen Entscheidung des Verkehsministeriums ist kurzfristig noch vor Jahresende auszugehen.
Ab März 2010 wird dann weiter in den einzelnen Landkreis-Arbeitsgruppen auch über konkrete Ausbau- und Trassenvarianten - vor allem unter Lärmschutzaspekten - diskutiert.
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Pressemitteilung 06/09 der Autobahndirektion Südbayern
(München, 30.06.2009)
BAB A 8 München – Salzburg
Ausbau der A8 zwischen Rosenheim und Landesgrenze;
1. Sitzung zur übergreifenden Planungsbegleitung
Planungsdialog zum Ausbau der A 8 hat begonnen
Mit der ersten Sitzung der Gruppe zur landkreisübergreifenden Begleitung der Planung für den Ausbau der A 8 am 30.06.2009 hat der offene Planungsdialog begonnen, den Innenminister Joachim Herrmann bei der Baukonferenz am 19. Mai in Traunstein angekündigt hat. Das Ziel sind ausgewogene Lösungen nach einheitlichem Maßstab, die für die betreffenden Gemeinden und Anlieger ebenso tragbar sind wie für den Bund als Kostenträger.
In ihrer konstituierenden Sitzung am 30.06.2009 im Landratsamt Rosenheim hat sich die Gruppe zur übergreifenden Planungsbegleitung noch nicht mit konkreten Planungsfragen befasst. Erörtert wurden zunächst die Organisation und der zeitliche Ablauf des Begleitverfahrens sowie die Themen, mit denen sich die Arbeitsgruppen in den Landkreisen als erstes beschäftigen sollen.
Vereinbart wurde zwischen den drei Landräten Neiderhell, Steinmaßl und Grabner und den Vertretern von Bundesverkehrsministerium und Oberster Baubehörde, dass die Moderation innerhalb der Gruppe Ministerialdirektor Josef Poxleitner, der Leiter der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, übernimmt. Die Information der Öffentlichkeit erfolgt über die Autobahndirektion Südbayern (AbdSB). Vorgesehen ist, über Ergebnisse, die in dem offenen Planungsdialog erzielt werden, allgemein zugänglich zu informieren.
Die Tätigkeit der landkreisbezogenen Arbeitsgruppen soll damit beginnen, dass alle Aspekte zur Wahl des Ausbauquerschnittes RQ 36 (Kronenbreite 36 m) zusammengestellt und erörtert werden. Die ersten Sitzungen dieser Arbeitsgruppen werden
- am 10.07.2009 für den Landkreis Rosenheim,
- am 14.07.2009 für den Landkreis Traunstein und
- am 20.07.2009 für den Landkreis Berchtesgadener Land
statt finden. Angestrebt wird, dass die Ergebnisse hierzu im Herbst in der übergreifenden Arbeitsgruppe zusammengeführt und abschließend beraten werden können.
"Aktuelle Planung" der Autobahndirektion:
Die A8 soll planmäßig wegen der veralteten Substanz der Fahrbahn und der Bauwerke (insb. der Brücken), ungenügender Trassierung und fehlender Standstreifen dringend erneuert und ausgebaut werden. Durch einen 6-streifigen bestandsorientierten Ausbau der Trasse soll eine richtliniengemäße, bedarfsgerechte, leistungsfähige und verkehrssichere Strecke entstehen. Bestehende Defizite entlang der Trasse sollen verbessert und wenn möglich beseitigt werden. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die bisher fehlenden Lärmschutzeinrichtungen, die nur beim sechsstreifigen Ausbau entsprechend den Kriterien der Lärmvorsorge errichtet werden können.
Der geplante Ausbau erstreckt sich über ca. 35 Kilometer und sieht den Bau von drei Fahrstreifen plus Standstreifen in jeder Fahrtrichtung mit einer Gesamtfahrbahnbreite von je 14,50 m vor. Der Ausbau der A 8 soll unter Aufrechterhaltung aller Fahrspuren erfolgen.
Die A 8 München - Rosenheim - Salzburg weist gemäß Autobahndirektion Südbayern (AbdSB) zwischen den Anschlussstellen Grabenstätt und Bundesgrenze / Piding eine Verkehrsbelastung von bis zu 43.000 Kfz/24h und an Spitzentagen von bis zu 81.500 Kfz/24h auf.